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Evidenz

Isoliert wird überall, jeden Tag.

Eine Pflegekraft in Haube und Kittel bindet vor dem Betreten eines Isolierzimmers einen Mundschutz um

Jeden Tag bleiben auf jeder Transplantationsstation klinisch stabile Patientinnen und Patienten hinter einer geschlossenen Tür, weil die Vorkehrungen, die sie schützen, sie auch einsperren. Wochen in einem Zimmer. Besuche durch eine Glasscheibe. Diagnostik wird verschoben, weil der Flur ein Risiko ist.

Und jetzt wissen wir, was es kostet.

3–5 Wochen

In einem Zimmer nach allogener Stammzelltransplantation. Median 26 Tage, oft länger.

Quelle: Godara et al., JCO Oncology Practice 2021

Erhöhte Sterblichkeit

Isolation fördert Depressionen. Depressionen verdoppeln nahezu die Sterblichkeit nach Transplantation (HR 1,81, HCT-CI).

Quelle: Jones & Pilkington, BMC Nursing 2025 · Sorror et al., Blood (HCT-CI)

20 Mio. → 35 Mio.

Neue Krebserkrankungen pro Jahr bis 2050 (+77 %). Allogene Transplantationen auf Rekordniveau. Vor allen, die transplantiert werden, liegen Wochen in Schutzisolation.

Quelle: IARC/WHO Global Cancer Statistics 2024 · EBMT Activity Survey 2024

Isolation ist Alltag in Hämatologie, Transplantationsmedizin, Verbrennungsmedizin und Kinderonkologie. Patientinnen und Patienten brauchen Schutz. Offen ist, ob Schutz Stillstand bedeuten muss.

Im Einsatz seit Oktober 2024.

MOBY® ist seit Oktober 2024 an der Charité – Universitätsmedizin Berlin im klinischen Einsatz, auf der Station 39i der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie, Campus Virchow-Klinikum.

Prospektive klinische Studie

Die MOBY-Studie

Registriert im Deutschen Register Klinischer Studien
DRKS00032818 (registriert am 6. Oktober 2023).

Registereintrag ansehen

Eine prospektive, monozentrische Kohortenstudie an der Charité untersucht, wie sich MOBY auf die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit schwerer Immunsuppression auswirkt. Sie begleitet Kinder, die eine allogene oder autologe Stammzelltransplantation oder eine Hochdosis-Chemotherapie erhalten und MOBY während ihres Aufenthalts nutzen.

Primärer Endpunkt ist die Lebensqualität, erhoben mit dem KINDL-Fragebogen und strukturierten Interviews vor der ersten Nutzung und nach vier bis sechs Nutzungen.

Sekundäre Endpunkte sind unter anderem der Tag der ersten Mobilisation, Episoden febriler Neutropenie, die Dauer der parenteralen Ernährung, Wiederaufnahmen innerhalb von drei Monaten und posttraumatische Belastungssymptome nach drei Monaten.

Was das Behandlungsteam beobachtet hat

Wir wünschen uns, dass MOBY überall dort verfügbar wird, wo ein Kind eine Transplantation braucht. Für unsere Patienten ist das eine echte und nachhaltige Verbesserung ihrer Versorgung.

Prof. Dr. med. Hedwig Deubzer
Prof. Dr. med. Hedwig Deubzer
Direktorin der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, in ZDF Volle Kanne, Januar 2026

Ich erhoffe mir von der Nutzung des MOBY für abwehrgeschwächte krebskranke Kinder einen wichtigen Schritt zur Durchbrechung der belastenden Isolation unserer Patienten.

Prof. Dr. med. Angelika Eggert
Prof. Dr. med. Angelika Eggert
Vorstandsvorsitzende, Universitätsmedizin Essen

Die klinische Studie ist noch nicht veröffentlicht.

Ergebnisse veröffentlichen wir erst nach dem Peer-Review. Ein erstes Abstract aus dem Charité-Pilotprojekt ist zur Präsentation auf einer Fachkonferenz eingereicht.

Was als Nächstes kommt.

Eine prüfarztinitiierte multizentrische Studie ist in Planung. Eine Pilotstudie in den USA wird vorbereitet.

Regulatorischer Status

Regulatorik EU

CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt nach EU-MDR 2017/745.

USA

Im aktiven Austausch mit der U.S. FDA. In den USA nicht zum Verkauf erhältlich.

Fragen zur Evidenz? Sprechen Sie mit unserem klinischen Team.